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Der Gebetsruf

Allahu akbar, Allahu akbar!

Allahu akbar, Allahu akbar!

(„Allah ist größer, Allah ist größer!“)

 

Asch-hadu al-la ilaha il-Allah!

Asch-hadu al-la ilaha il-Allah!

( „Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt, außer Allah!“)

 

Asch-hadu anna Muhammada-r-Rasulu-llah!

Asch-hadu anna Muhammada-r-Rasulu-llah!

(„Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist!“)

 

Hayya 'ala-s-Salah!

Hayya 'ala-s-Salah!

(„Kommt zum Gebet!“)

 

Hayya 'ala-l-Falah!

Hayya 'ala-l-Falah!

(„Kommt zum Heil!“)

 

Allahu akbar, Allahu akbar!

(„Allah ist größer, Allah ist größer!“)

                                                      

La ilaha il-Allah!  („Es gibt keinen Gottheit außer Allah!“)



 

Das Taraweehgebet beginnt

90 Minuten nach dem Magrebgebet.

Ramadanplan 1440.pdf
PDF-Dokument [116.3 KB]
Jahresgebetsplan 2019
Jahresgebetsplan 2019 PDF.pdf
PDF-Dokument [1.6 MB]
Die islamischen Monate 1440/1441
بدايات الشهور الهجرية 2019.pdf
PDF-Dokument [138.5 KB]
Erklärung für die neue Berechnung in ganz Deutschland, mit dem Ziel, dass jede Stadt die gleichen Gebetszeiten hat. So ist der angestrebte Wunsch, gemeinsam die zwei islamischen Feste zu feiern.
بيان طريقة حساب المواقيت الجديدة وأسبابه[...]
PDF-Dokument [83.9 KB]

Mit freundlicher Genehmigung des

islamischen Zentrums Aachen.

Der Ramadangebetsplan ist an die Koordinaten der Moscheen, wie IZB und Ditib  in Bielefeld angepasst, jedoch für Gütersloh ausgerichtet. Weitere Informationen erhalten Sie in der Moschee am Infobrett oder bei dem innerislamischen Dialog am Freitag, den 03.05.2019 um 19:00 Uhr im IZG.

 

Informationen über die neue Berechnung der Gebetszeiten.

Das Islamische Zentrum Aachen (IZA) und seine Mitglieder waren in der Vergangenheit maßgeblich daran beteiligt, eine theologische Lösung für die Festlegung von Gebetszeiten in den Sommermonaten für die Breitengrade größer als ±45° zu erarbeiten. Das beauftragte Team des IZA hat diese Lösung unter der Leitung von Prof. Dr. Mohammad Hawari auf Basis des üblichen Algorithmus zur Berechnung von Gebetszeiten umgesetzt und die Gebetszeiten für zahlreiche Gemeinden in Europa herausgegeben. Seit dem erweist das IZA als Institution diesen Dienst und verfolgt dabei nichts weiter als das Wohlwollen Allahs (s.w.t.).

Gleichwohl war dem IZA und seiner Leitung bekannt, dass diese in den 80er Jahren erarbeitete Methode zur Gebetszeitenbestimmung weiterentwickelt und verbessert werden muss. Daher wurde bereits in den 80er Jahren eine Portierung des Programms auf eine moderne Plattform vorgenommen. Darüber hinaus wurde allerdings wenig an der einer Verbesserung der Gebetszeitenbestimmung gearbeitet. Ein wichtiger Grund hierfür war das Ableben von Prof. Dr. Hawari, dem zu seiner Zeit Hauptverantwortlichen für die Gebetszeitenberechnung im IZA. Mit seinem Verlust ging auch der Verlust an Expertise auf diesem Gebiet einher: Dem IZA standen weder der Quellcode noch die Berechnungsalgorithmen zur Verfügung. Zudem war und ist das IZA weiterhin als Kompetenzzentrum bekannt, weshalb eine neue Kompetenzbildung unabdinglich war.

In Folge dessen hat das IZA eine Arbeitsgruppe für Gebetszeiten ins Leben gerufen, welche die Weiterentwicklung und Verbesserung der Berechnung wieder aufnehmen sollte. Gleichzeitig haben einflussreiche islamische Institutionen, wie z.B. der europäische Rat für Fatwa und Forschung, das Thema neu auf ihre Agenda gesetzt.

Um die nächsten wichtigen Schritte bei der Überarbeitung der Gebetszeiten zu gehen, hat der europäische Rat für Fatwa und Forschung im März 2016 ein Symposium zu diesem Thema mit dem Titel „Berechnung der Gebetszeiten in Deutschland und der Grad der Möglichkeit sie zu vereinheitlichen“ in Berlin ausgetragen. Das IZA, vertreten durch die Gebetszeiten AG und ihren Leiter Abdullah Jaber, nahm als geladener Gast proaktiv teil und war Gastgeber einer zweiten Konferenz zu diesem Thema im Februar 2018.

Die Gebetszeiten AG hat in einem ersten Arbeitsschritt eine Bestandsaufnahme unternommen und die Arbeitsaufgaben definiert. Im Rahmen der genannten definierten Ziele hat sie zudem Herrn Harun Acaroglu konsultiert. Herr Acaroglu hatte bereits im Vorfeld, im Rahmen einer vom IZA unabhängigen allgemeinen Analyse verschiedener Gebetszeitenkalender, die Gebetszeitenberechnung des IZA geprüft und reproduzieren können. Basierend auf den dadurch gewonnenen Erkenntnissen bezüglich der Berechnungsmethode des IZA befand die Gebetszeiten AG gemeinsam mit Herrn Acaroglu, dass folgende Aspekte für eine präzise Berechnung der Gebetszeiten zwingend mitberücksichtigt werden müssen:

  • Sonnenparallaxe:
    Die nach dem herkömmlichen Algorithmus berechneten Sonnenstände beziehen sich auf einen Beobachter, der im Erdmittelpunkt steht. Diese Reduzierung der Erde auf einen Punkt resultiert darin, dass die Sonne für einen Beobachter auf der Erdoberfläche niedriger als berechnet erscheint. Die Differenz, welche genau der Parallaxe zwischen dem Erdzentrum, der Erdoberfläche und der Sonne entspricht, gilt es korrekt zu berücksichtigen.

  • Ausdehnung der Sonnenscheibe:
    Der herkömmliche Algorithmus berechnet, wann das Zentrum der Sonne einen bestimmten Stand erreicht. Für die Gebetszeiten ist jedoch im Allgemeinen entscheidend, wann die Oberkante der Sonnenscheibe am Himmel einen bestimmten Stand erreicht.

  • Topologie von Städten:
    Nach dem herkömmlichen Algorithmus werden Gebetszeiten nur für einen Punkt auf der Landkarte, also einer Kombination von Längen- und Breitengrad berechnet. Tatsächlich ist es aber so, dass Gebetszeiten für ganze Städte, also für eine Fläche auf der Landkarte berechnet werden müssen.
    Darüber hinaus gibt es innerhalb einer Stadt im Allgemeinen verschiedene Höhen. Für einen höher gelegenen Beobachter steht die Sonne höher über dem Horizont, was ebenfalls eine korrekte Berücksichtigung erfordert.

  • Atmosphärische Refraktion:
    Die Sonnenstrahlen, die einen Beobachter auf der Erde erreichen, passieren zunächst die Erdatmosphäre. Hierbei werden die Lichtstrahlen zur Erde hin gebrochen. Diesen Effekt nennt man atmosphärische Refraktion. Besonders wenn die Sonne sehr nah am Horizont steht, ist dieser Effekt nicht zu vernachlässigen und spielt somit eine sehr große Rolle für die Bestimmung der Zeit des Abendgebets und des Sonnenaufgangs. Durch die atmosphärische Refraktion steht die Sonne höher als nach dem herkömmlichen Algorithmus berechnet.

  • Variation relevanter Größen:
    Für die Berechnung von Sonnenständen nutzt man Größen wie die Deklination oder die Zeitgleichung, die über den Tag hinweg variieren. Abhängig von der berechneten Gebetszeit und der Jahreszeit gilt es hier zu entscheiden, welche der Werte, die diese Größen über einen Tag hinweg annehmen, bei der Berechnung zu nutzen sind.

Die Korrektur der Sonnenstände um die oben erläuterten Faktoren wird in der traditionellen islamischen Literatur zur Gebetszeitenbestimmung “Tamkin-Berechnung” genannt. Die Notwendigkeit der Tamkin-Berechnung wurde daraufhin von der Gebetszeiten AG sowohl theoretisch als auch praktisch im Rahmen zahlreicher Sichtungsexpiditionen geprüft und bestätigt. Daher hat sich das IZA entschieden einen von Herrn Acaroglu entwickelten Algorithmus, der eine automatisierte Tamkin-Berechnung beinhaltet, als Grundlage für eine neue Gebetszeitenberechnung zu nutzen. Zusätzlich wurde entschieden die Sonnenstände -17° für das Nachtgebet und -18° für das Morgengebet beizubehalten und auch mit dem neuen Algorithmus zu nutzen.

Neben diesen rein die Berechnung betreffenden Aspekten wurde der Gebetszeiten AG zudem zugetragen, dass der Algorithmus von Prof. Dr. Hawari bei Breitengraden größer als ±45° im gesamten Jahr die sogenannteAqrabu’l-Bilad bi’n-Nisbah“ Methode für die Bestimmung der Zeiten des Morgen- und Nachtgebets nutzt. Bei dieser Methode wird das Verhältnis der Zeitspanne zwischen dem Abend- und Nachtgebet bzw. Morgengebet und Sonnenaufgang sowie der Nachtlänge am 45. Breitengrad berechnet und für Ortschaften, die auf höher gelegenen Breiten liegen, angewandt.

Da die astronomischen Zeichen für das Morgen- bzw. Nachtgebet (abhängig vom Breitengrad) nur an bestimmten Tagen im Jahr fehlen, ist die Gebetszeiten AG zu der Überzeugung gelangt, dass bei Vorhandensein der genannten Zeichen eine Berechnung jener Gebetszeiten nach der oben erklärten Aqrabu’l-Bilad Methode nicht zulässig ist.

Ein Ziel der eingangs erwähnten Konferenzen war es auch, eine bessere Lösung nach islamischem Recht für dieses Problem zu finden. Insbesondere an Tagen, an denen die astronomischen Zeichen ganz normal existieren, sollen die Gebetszeiten auch entsprechend berechnet werden. Im Rahmen seiner Arbeit für die Gebetszeiten AG hat Herr Salim Albogha hierfür eine Methode entwickelt, die er bei der Konferenz im Februar 2018 präsentierte und Diskussionsthema einer zukünftigen Konferenz ist. Nach dieser Methode werden die Zeiten des Morgen- und Nachtgebets nun wie folgt berechnet:

Die astronomische Nacht ist definiert als die Zeit, in der die Sonne unterhalb des Horizonts steht. Während dieser Zeit sinkt die Sonne herab auf ihren minimalen Sonnenstand und beginnt ab dann wieder aufzusteigen. Ist das Minimum des Sonnenstandes zum Beispiel -30°, so sinkt die Sonne während der Nacht zunächst von 0° auf -30° und steigt anschließend von dort wieder auf 0° auf. Insgesamt legt die Sonne also eine vertikale Strecke von 60° zurück.

An Tagen, an denen ein Drittel dieser Strecke, welche die Sonne während der astronomischen Nacht zurücklegt, größer ist als 17° bzw. 18° werden die Zeiten für das Morgen- bzw. das Nachtgebet nach den astronomischen Zeichen, also bei -17° bzw. -18° berechnet. An Tagen, an denen ein Drittel dieser Strecke kleiner als 17° bzw. 18° ist, werden die Zeiten für das Morgen- bzw. und Nachtgebet nicht mehr nach den astronomischen Zeichen berechnet. An jenen Tagen beginnt die Zeit des Nachtgebets dann, wenn die Sonne ein Drittel der gesamten Strecke zurücklegt hat. Das Morgengebet wiederum beginnt dann, wenn die Sonne zwei Drittel der gesamten Strecke zurücklegt hat.

Ist der minimale Sonnenstand wie im obigen Beispiel -30°, so legt die Sonne während der Nacht eine vertikale Strecke von 60° zurück. Ein Drittel dieser Strecke sind 20°. An einem solchen Tag werden die Zeiten des Morgen- und Nachtgebets nach den astronomischen Zeichen, also bei -17° bzw. -18° berechnet werden. Nehmen wir aber beispielsweise einen Tag, an dem der minimale Sonnenstand -24° ist, so entspricht die in der Nacht zurückgelegte vertikale Strecke der Sonne 48°. Ein Drittel hiervon sind 16°. An einem solchen Tag beginnt das Nachtgebet dann, wenn die Sonne nach dem Untergang auf -16° sinkt. Das Morgengebet beginnt wiederum dann, wenn die Sonne beim Aufgang auf -16° steigt.

Diese Methode trägt die Bezeichnung “Astronomisches Nachtdrittelund wurde durch ein theologisches Gutachten (Fatwa) von Dr. Ali Karadaghi bekräftigt.

Zusammengefasst lassen sich somit folgende Erneuerungen an dem Gebetskalender des IZA festhalten:

https://izaachen.de/gebetszeiten/

 

  • Es wird ein neuer Algorithmus genutzt, welcher eine Tamkin-Berechnung beinhaltet.

  • Die Gebetszeiten für das Morgen- und Nachtgebet werden an Tagen, an denen die Zeichen existieren, entsprechend der vorhandenen Zeichen berechnet (Morgengebet: -18°, Nachtgebet: -17°).

  • An Tagen an denen die Zeichen sehr früh/spät oder gar nicht existieren werden die Zeiten des Morgen- und Nachtgebets nach der Methode “Astronomisches Nachtdrittel” berechnet.