"Und wenn dich Meine Diener nach Mir fragen:

‚ICH bin gewiß nahe,

erhöre das Bittgebet des Bittenden,

wenn er an Mich Bittgebete richtet;

so sollen Sie Mir folgen und den Iman an Mich verinnerlichen, damit sie das Wahre treffen.‘

Sure 2:186

 

Das Fasten während des neunten Monats des islamischen Kalenders Ramadan ist eine der fünf Säulen des Islams. Es ist allen Muslimen vorgeschrieben, die sich guter Gesundheit und körperlicher Verfassung erfreuen und das Reifestadium erreicht haben, sofern sie nicht von der Einhaltung des Fastens durch verschiedene Umstände wie eine Reise, hohes Alter, Krankheit, geistige Unzurechnungsfähigkeit oder  bei Frauen durch Menstruation, Schwangerschaft oder Niederkunft abgehalten werden.

 

Jeden Tag im Ramadan gibt es im IZG Vorträge und Unterricht. Von Montag bis Freitag, nach dem Assr Gebet, Fiqh al Ibadah. Dieser Unterricht wird simultan auf Deutsch übersetzt.

 

"Der Monat Ramadan ist es, in dem der Qur'an als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klarer Beweis der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also von euch in dem Monat zugegen ist, der soll in ihm fasten. Und wer krank ist oder sich auf einer Reise befindet, soll eine Anzahl anderer Tage (fasten) - Allah will es euch leicht, Er will es euch nicht schwer machen - damit ihr die Frist vollendet und Allah rühmt, dass Er euch geleitet hat. Vielleicht werdet ihr dankbar sein."

Sure 2:185

Es besteht die Möglichkeit nach dem Unterricht Fragen zu allen Themen zu stellen.

 

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, sagte:
„O Gesandter Allahs, es wird nach dem Menschen gefragt, der mit deiner Fürbitte am Tage der Auferstehung am glückseligsten sein wird.“ Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Du Abu Huraira, ich habe mir schon gedacht, dass mich keiner vor dir nach diesem Hadith fragen wird denn ich kenne deinen Eifer um das Erlernen der Hadithe. Der glückseligste Mensch mit meiner Fürbitte am Tage der Auferstehung wird derjenige sein, der rein in seinem Herzen oder in seinem Innern „la ilaha illa-llah (= kein Gott ist da außer Allah)“ gesagt hat.“

Sahih Al-Bucharyy Nr. 99

 

Im gemeinsamen Taraweeh-Gebet, was zur Zeit bis in die frühen Morgenstunden weilt, wird der gesamte Qur`an einmal im Monat Ramadan hörbar rezitiert. Dieses Gebet stärkt die Herzen der Gottergebenen und bringt einen unausprechlichen Frieden in die Seele.

 

Das Fasten wird mit Datteln und Wasser beendet.

Danach verrichten wir gemeinsam das Maghreb- Gebet (Abendgebet).

 

Der Prophet (Allahs Frieden und Wohlgefallen auf ihm) sagte:

„Wer einen Fastenden speist, bekommt denselben Lohn wie jener, ohne dass sich dessen Lohn dadurch verringert.“

(Hadith bei at-Tirmidhi)

 

Einige der frühen Muslime (Allah sei ihnen gnädig) gingen sogar soweit, den Armen ihre Mahlzeit, mit der sie das Fasten brechen wollten, zu überlassen. Zu ihnen gehörten u. a. 'Abdullah Ibn 'Umar, Malik Ibn Dinar und Ahmad Ibn Hanbal. 'Abdullah Ibn 'Umar pflegte nie das Fasten zu brechen ohne die Gesellschaft von Waisen und Armen.

 

 

Gemeinsam wird für die Fastenden das Iftar, die Mahlzeit mit der für diesen Tag das Fasten beendet wird, vorbereitet.

Der Prophet (Allahs Frieden und Wohlgefallen auf ihm) sagte: „Im Paradies gibt es Zimmer, deren Äußeres man von Innen und deren Inneres man von Außen sieht. Allah hat sie denen vorbehalten, die Speisen verteilten, mildernde Worte sprachen, viel fasteten und nachts, während die Menschen schliefen, beteten.“ (Hadith bei Ahmad und Ibn Khuzaima, al-Albani erklärt, dass die Überliefererkette hasan ist)

 

Ein besonderer Segen liegt in der Gemeinschaft. Jeden Abend im Ramadan treffen wir uns, um gemeinsam das Fasten für diesen Tag zu beenden. Anschließend beten wir das Nachtgebet und das besondere Taraweeh- Gebet welches nur im Ramadan verrichtet werden kann.

 

Abu Huraira (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm), berichtete, dass der Gesandte Allahs, ALLAHs Segen und Frieden mit ihm, sagte

„Wer immer - aus der Überzegung her und aus der Hoffnung auf den Lohn Allahs - die Nacht der Bestimmung (Lailat-ul-Qadr) im Beten verbringt, dem werden seine vergangenen Sünden vergeben. Und wer immer - aus dem der Überzegung her und der Hoffnung auf den Lohn Allahs - im Ramadan fastet, dem werden seine vergangenen Sünden vergeben."

Wir danken Allah subhanallah wa ta`ala für diese Speisen und unterstützen besonders in diesem Monat die Bedürftigen durch Spenden und Du`a.